Sanfte Geburt – warum ich sie so nenne

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Wir alle kennen die friedliche und sanfte Ruhe wenn der Schnee gefallen ist, und es ganz still und leise ist. Es scheint als ob die Zeit stehen bleibt und als ob alles stillsteht. So empfand ich im Nachhinein die Geburten meiner Kinder und das Wort SANFT ist im Nachhinein geblieben.

Ich habe nie Wörter wie traumatisch, schmerzvoll oder übergriffig in Verbindung mit meinen Geburten gebracht. Es war ein Gefühl von loslassen und eintauchen in eine sanfte und friedliche Schneelandschaft. Es war ein sehr kraftvoller, selbst bestimmter und wunderschöner Prozess den mein Mann und ich gemeinsam gehen durften. Alle drei Geburten, inkl. der Zwillingsgeburt, waren sehr unterschiedlich und waren eine Herausforderung, aber es ist mir immer wieder gelungen, selbst bestimmt den Prozess voranzutreiben.

Eine sanfte Geburt (auch als HypnoBirthing bekannt) ist nicht immer leise und ruhig. Es kann auch einmal laut werden. Die gebärende Frau darf sich so äussern, wie sie das Bedürfnis dazu hat und sie muss nicht immer angepasst und nett sein. Hier kommen zusätzlich noch die Hormone ins Spiel, die kaum voraussehbar sind. Aber was den Unterschied ausmacht, eine sanfte Geburt so wie ich sie selbst erleben durfte, ist eine selbst bestimmte Geburt. Dank der mentalen Stärke die durch eine intensive Vorbereitung erlangt wird, entwickelt die Frau eine immense Kraft und bleibt aber immer bei sich selbst. Auch eine schwierige Geburt kann als sanft empfunden werden, es geht dabei um den inneren Frieden. Die Naturgewalt der Geburt ist eine wundervolle Sache und kann als sehr kraftvoll und friedlich empfunden werden, auch wenn sie nicht schmerzlos sondern einfach schmerzarm ist. Nicht zu unterschätzen bleibt das unterschiedliche Schmerzempfinden einer jeden Frau.

Aber wie schafft man es eine schmerzarme Geburt zu erlangen? Dank der Hypnose ist es tatsächlich möglich, den Schmerz auszuschalten. Es ist aber so, dass die Hypnose anders wahrgenommen werden kann respektive eine andere Wirkung hat, z.B. je nach Tagesform, je nach Frau die sie anwendet und je nach körperlicher und mentaler Verfassung. Eine Geburt die von Schmerzen begleitet ist bedeutet nicht automatisch, dass sie nicht in Hypnose stattgefunden hat. Und auch eine Geburt die von Schmerzen begleitet wurde kann ein wunderbares Geburtserlebnis sein. Das kommt auch davon, dass eine Hypnose andere Phänomene auslösen kann, welche eine Geburt sowie das schmerzempfinden positiv beeinflussen kann. Oft beschreiben die Frauen den Zustand als „in Watte gebettet“, „dumpf“ und „zeitlos“. Jede Welle bringt die Mutter dem Kind einen Schritt näher und unterstütz den Geburtsverlauf. Es kann darum zusätzlich helfen, jede Welle freundlich und liebevoll in der Hypnose zu begrüssen und sie auch wieder zu verabschieden. Dies führt dazu, dass sie positiv begrüsst wird, und somit auch niemals angstvoll empfangen und schmerzvoll empfunden wird.

Augenmerk sollte auch auf die Kommunikation der geburtsbegleitenden Personen gelegt werden – also zwischen Hebammen, Ätzen, Geburtsbegleiter und der Gebärenden. Das finden einer gemeinsamen sanften Kommunikation, durch welche auch eine friedliche Atmosphäre geschaffen wird, muss das Ziel einer jeden sanften Geburt sein. Es unterstütz die Gebärende nicht unnötig und unbedacht aus dem hypnotischem Zustand geholt zu werden.

Das Geburtserlebnis soll am Ende nicht an den Schmerzen festgemacht werden. Vielmehr sollten im Nachhinein Gefühle und Gedanken bleiben wie „sanft“, „friedlich“ und „selbst bestimmt“. Die wunderbare Atmosphäre in die ein Baby hineingeboren wird führt zusätzlich dazu, dass es einen friedlichen Start ins Leben hat und das Geburtserlebnis nicht nur von der Mutter, sondern auch vom Kind als positiv, sanft und ruhig wahrgenommen wird.

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